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Monitor Explosionsgewalt: 2013

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Schlüsselergebnisse

ÜBERBLICK

2013 stieg im Vergleich zu 2012 die Zahl ziviler Opfer von Explosionswaffen um 15 %.

  • 37.809 Menschen wurden 2013 bei 2.430 Vorfällen durch Explosionswaffen getötet oder verletzt. 2012 verzeichnete AOAV eine Gesamtzahl von 34.758 Opfern bei 2.742 Vorfällen.
  • Zivilisten machten 82 % der Gesamtopferzahl aus (31.076 Todesfälle und Verletzungen). Dies ist ein Anstieg gegenüber 2012, als Zivilisten 78 % der Gesamtopferzahl ausmachten.
  • Dies ist das zweite Jahr in Folge, in dem sich die Zahl ziviler Opfer erhöht hat.

Wenn Explosionswaffen in Wohngebieten eingesetzt wurden, waren 93 % der Opfer Zivilisten.

In anderen Gebieten fiel diese Zahl auf 36 %.

Irak, Syrien, Pakistan, Afghanistan und Libanon verzeichneten 2013 die höchste Zahl ziviler Opfer.

  • Im Vergleich zu 2012 stieg die Zahl ziviler Opfer im Irak um 91 % (12.799 gegenüber 6.710).
  • Im Hinblick auf die Berichterstattung über zivile Opfer explosiver Gewalt war Irak 2013 das am stärksten betroffene Land der Welt. Dort wurde mehr als ein Drittel der zivilen Opfer explosiver Gewalt verzeichnet.
  • Vorfälle wurden weltweit aus 58 Ländern und Territorien gemeldet.

WOHNGEBIETE

  • Im Durchschnitt wurden bei jedem Einsatz von Explosionswaffen in Wohngebieten 18 Zivilisten getötet oder verletzt. In anderen Gebieten lag diese Zahl bei drei.
  • Märkte waren der Ort mit der höchsten Zahl ziviler Opfer (3.608). Angriffe auf Märkte ereigneten sich in 15 Ländern und Territorien.
  • In 34 Ländern und Territorien waren Kinder unter den Opfern.

EXPLOSIONSWAFFENTYPEN

Luftgestützte Explosionswaffen

  • Luftgestützte Explosionswaffen waren 2013 für 6 % der erfassten zivilen Opfer explosiver Gewalt verantwortlich (2.012 getötete oder verletzte Zivilisten)
  • Diese Waffen wurden weniger häufig in Wohngebieten eingesetzt als bodengestützte Waffen oder USBVs. 45 % der Luftangriffe ereigneten sich in Wohngebieten.
  • Wenn luftgestützte Waffen in Wohngebieten eingesetzt wurden, waren 85 % der Opfer Zivilisten.
  • Ein Drittel der Luftangriffe und 85 % der zivilen Opfer luftgestützter Explosionswaffen wurden in Syrien verzeichnet.
  • AOAV zählte im Durchschnitt 30 zivile Opfer bei jedem gemeldeten Fassbombenangriff in Syrien.

Bodengestützte Explosionswaffen

  • 2013 waren bodengestützte Explosionswaffen für 16 % der zivilen Opfer explosiver Gewalt verantwortlich (5.030 getötete oder verletzte Zivilisten).
  • 89 % der Opfer waren Zivilisten, ein höherer Anteil als bei luftgestützten Waffen oder USBVs.
  • 85 % der Vorfälle mit Minenwerfern wurden aus Wohngebieten gemeldet, ein höherer Anteil als bei jedem anderen Waffentyp.
  • Im Durchschnitt starben bei jedem ballistischen Raketenangriff in Syrien 49 Zivilisten, die höchste Zahl unter allen Waffentypen.

USBVs

  • USBVs waren 2013 für 73 % der zivilen Opfer explosiver Gewalt verantwortlich (22.829 getötete oder verletzte Zivilisten).
  • 2013 stieg die Zahl der erfassten zivilen Opfer von USBVs um 35 %.
  • Im Irak wurden dreimal so viele zivile Opfer von USBVs gezählt als im am zweitstärksten betroffenen Land, Pakistan.
  • Im Irak verdoppelte sich 2013 beinahe die Zahl schwerwiegender USBV-Angriffe (Vorfälle mit 25 oder mehr zivilen Opfern) (auf 150 von 82 im Jahr 2012).
  • Weltweit verzeichnete AOAV 2013 einen Anstieg von 17 % bei der Zahl von Zivilisten, die Selbstmordanschlägen zum Opfer fielen (6.333 getötete oder verletzte Zivilisten gegenüber 5.398 im Vorjahr).