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Monitor Explosionsgewalt: 2014

螢幕快照 2015-10-09 10.34.54 AMSchlüsselergebnisse

ÜBERBLICK

Im Vergleich zu 2013 hat sich 2014 die Zahl ziviler Opfer um 5 % und die Zahl der Vorfälle, bei denen Explosionswaffen eingesetzt wurden, um 11 % erhöht.

  • 2014 verzeichnete AOAV bei 2.702 Vorfällen 41.847 Opfer (getötete oder verletzte Menschen) von Explosionswaffen. 2013 hatte AOAV eine Zahl von 37.809 Opfern bei 2.430 Vorfällen ermittelt.
  • Die Zahl ziviler Opfer stieg 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 5 %. Das ist das dritte Jahr in Folge, dass die Zahl erfasster ziviler Opfer explosiver Gewalt angestiegen ist.
  • Von den 2014 ermittelten Opfern waren 78 % Zivilisten (32.662 getötete oder verletzte Personen).
  • Irak, Syrien, Gaza, Nigeria und Pakistan verzeichneten 2014 die höchste Zahl ziviler Opfer.
  • Im Irak wurden das zweite Jahr in Folge mehr als 10.000 zivile Explosionswaffenopfer gezählt.
  • 2014 wurden aus sieben Ländern und Territorien über 1.000 getötete oder verletzte Zivilisten gemeldet. 2013 gab es fünf solcher Länder.
  • Gaza, die Ukraine und Nigeria verzeichneten die größte Zunahme bei zivilen Explosionswaffenopfern.
  • Aus 58 Ländern und Territorien wurden Vorfälle gemeldet.
  • Die Zahl ziviler Opfer durch luftgestützte Explosionswaffen hat sich 2014 beinahe verdreifacht.
  • Der Einsatz von Explosionswaffen durch Staaten hat sich 2014 deutlich erhöht. Während es oft unklar bleibt, wer die Waffen eingesetzt hat, konnte in eindeutigen Fällen ermittelt werden, dass Staaten 2014 für 28 % der erfassten zivilen Opfer verantwortlich waren, gegenüber 11 % im Vorjahr.

WOHNGEBIETE

  • 2014 wurden 92 % der Opfer in Wohngebieten als Zivilisten gemeldet. In anderen Gebieten lag der Anteil bei 34 %.
  • Im Durchschnitt wurden 16 Menschen bei jedem Explosionswaffen-Einsatz in Wohngebieten getötet oder verletzt. In anderen Gebieten lag diese Zahl 2014 bei vier.
  • 2014 verzeichneten Märkte 4.245 zivile Opfer, ein Anstieg um 15 % gegenüber 2013.
  • Kinder unter den Explosionswaffenopfern wurden 2014 aus 28 Ländern und Territorien gemeldet.

EXPLOSIONSWAFFENTYPEN 

Luftgestützte Explosionswaffen

  • Luftgestützte Explosionswaffen waren für 18 % der erfassten zivilen Opfer verantwortlich (5.868 getötete oder verletzte Zivilisten).
  • 2014 verdreifache sich beinahe die Zahl von zivilen Opfern luftgestützter Explosionswaffen im Vergleich zu 2013 (als 2.012 Todesfälle und Verletzungen gezählt wurden).
  • Aus 17 Ländern und Territorien wurden 2014 Opfer gemeldet. Fast die Hälfte (43 %) der Zahl ziviler Opfer von luftwaffengestützten Explosionswaffen verzeichnete Syrien, Gaza folgte mit 35 %.
  • AOAV zählte 2014 beinahe doppelt so viele zivile Opfer von Fassbomben wie 2013.

Bodengestützte Explosionswaffen

  • Bodengestützte Explosionswaffen waren 2014 für 8.088 zivile Opfer verantwortlich (25 % der Gesamtzahl).
  • 90 % der Opfer waren Zivilisten. Das ist höher als der Anteil bei Angriffen mit USBVs[1] (85 %) und Luftangriffen (61 %).
  • Minenwerfer verursachten 3.000 zivile Opfer in 15 Ländern. Das entspricht einem Anstieg um 53 % im Vergleich zu 2013.
  • In der Ukraine wurden pro Angriff mit mehreren Raketenwerfern sechs Zivilisten getötet.

USBVs

  • USBVs waren für 17.098 zivile Opfer verantwortlich, 52 % der 2014 erfassten Gesamtzahl.
  • 85 % derjenigen, die durch USBVs getötet oder verletzt wurden, waren Zivilisten.
  • Im Vergleich zu 2013 nahm die Zahl ziviler Opfer bei USBV-Angriffen um 26 % ab (17.098 gegenüber 22.829).
  • Drei der fünf tödlichsten USBV-Angriffen ereigneten sich 2014 in Nigeria.

[1] Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung.