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Leidensmuster: Fünf Jahre Explosive Gewalt 2011 – 2015

Pattern of HarmSchlüsselergebnisse

ZUSAMMENFASSSUNG

In fünf Jahren Berichterstattung über explosive Gewalt verzeichnete AOAV weltweit 188.325 Todesfälle und Verletzungen als Folge von 12.566 Explosionswaffen-Vorfällen. 145.565 (77 %) davon wurden als Vorfälle mit Zivilisten erfasst.

Die Ergebnisse dieses Berichts – Leidensmuster – zeigen:

  • Von den 188.325 Getöteten und Verletzten, die zwischen 2011 und 2015 gezählt wurden, waren 145.565 (77 %) Zivilisten. Die übrigen (42.760) waren bewaffnete Akteure.
  • Wenn Explosionswaffen in Wohngebieten eingesetzt wurden, waren 91 % der erfassten Getöteten und Verletzten Zivilisten. Dies steht im Kontrast zu 33 % in anderen Gebieten.
  • In jedem Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen hat AOAV einen Anstieg sowohl bei der Gesamtzahl an Opfern (Todesfälle und Verletzungen) als auch bei den zivilen Opfern
    • 2015 wurden 43.795 Todesfälle und Verletzungen erfasst, darunter waren 33.307 zivile Opfer; 45 % beziehungsweise 54 % mehr als im Jahr 2011.
  • Aus 110 Ländern und Territorien wurde in den fünf Jahren mindestens ein Todesfall oder eine Verletzung gemeldet.
    • Jedes Jahr wurden in durchschnittlich 61 Ländern und Territorien Vorfälle erfasst.
  • In den fünf Jahren verzeichneten Irak, Syrien, Pakistan, Afghanistan und Jemen die meisten zivilen Opfer.
    • In vier Ländern – Irak, Syrien, Pakistan und Afghanistan – wurden mehr als 10.000 Zivilisten getötet oder verletzt.
  • Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen (USBVs) führten zu den größten zivilen Schäden unter allen Waffenkategorien. Im Zeitraum von fünf Jahren verzeichnete AOAV 105.071 Todesfälle und Verletzungen in Folge von USBV-Vorfällen, darunter waren 86.395 (82 %) Zivilisten. Dies entspricht 59 % aller erfassten getöteten oder verletzten Zivilisten.
  • Obwohl Selbstmordanschläge nur 19 % aller erfassten USBV-Vorfälle ausmachen, sind sie durchgehend ein besonderer Anlass zur Sorge. Selbstmordanschläge waren für 39.717 Todesfälle und Verletzungen verantwortlich, 79 % (31.447) davon waren Zivilisten.
    • Dies entspricht einem unverhältnismäßig hohen Anteil von 38 % aller durch USBVs verursachten Todesfälle und Verletzungen.
    • Von den zehn schlimmsten Vorfällen in dem Fünfjahreszeitraum waren die Hälfte Selbstmordanschläge.
  • AOAV verzeichnete 976 durch luftgestützte Waffen verursachte Todesfälle und Verletzungen, von denen 21.280 (59 %) zivile Opfer waren.
    • Wenn luftgestützte Waffen in Wohngebieten eingesetzt wurden, waren 86 % der Getöteten oder Verletzten Zivilisten im Vergleich zu 19 % in anderen Gebieten. Sowohl im Jahr 2014 als auch 2015 gab es einen besorgniserregenden Anstieg an Opfern durch luftgestützte Waffen, wobei 9.200 getötete oder verletzte Zivilisten im Jahr 2015 erfasst wurden – ein 4.5facher Anstieg im Vergleich zu 2013.
  • Bodengestützte Waffen verursachten 347 Todesfälle und Verletzungen, 32.903 (84 %) davon waren Zivilisten.
    • Wenn diese Waffen in Wohngebieten eingesetzt wurden, waren 92 % der Getöteten oder Verletzten Zivilisten, verglichen mit 38 % in anderen Gebieten.